Am Smartboard Wort und Bild kombinieren

Teil 1 der Serie “Vokabeln am Smartboard”

Alle Blogbeiträge zur Nutzung von interaktiven Whiteboards finden Sie hier. Zur Einführung zu dieser Serie bitte diesem Link folgen.

Oft reicht es bei Vokabeleinführungen aus, ein Bild oder eine Szene mit der Vokabel zu zeigen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen vorstellen, wie Sie das Smartboard hierfür einfach, schnell und vor allem effektiv einsetzen können – auch ohne große Computerkenntnisse. In nur vier Schritten können Sie eine Vokabeleinführung für die interaktive Tafel gestalten. In dieser Übung geht es um Wortschatz für Wegbeschreibungen.

Vertraute Bedienung

Beim Schreiben dieses Artikels gehe ich davon aus, dass Sie mit einem Textverarbeitungsprogramm umgehen können, also grundlegende Funktionen der Schriftbearbeitung kennen und anwenden können. Damit meine ich zum Beispiel die Auswahl von Schriftart, -größe oder -farbe oder das Einfügen von Bildern. Ähnlich funktioniert es auch in der Smart-Software Notebook.

Wortschatz zu „Giving directions“ am interaktiven Whiteboard einführen

Die Vokabeleinführung Giving directions, die ich in diesem Artikel beschreiben werde, ist häufig in verschiedenen Lehrwerken wiederkehrend. Einmal für das Smartboard erstellt, ist sie stets abrufbar, ohne dass Materialien verschwunden oder beschädigt sind, oder man keine Magnete mehr hat.

Die einzuführenden Vokabeln sind:

turn left, turn right, go along, go straight on, cross/go across, next to, opposite

Die einzelnen Schritte im Überblick:

  1. Schrift auswählen und Attribute (Farbe, Größe, usw. bestimmen) festlegen über die Menüleiste
  2. Bild einfügen
  3. Verbinden von Text und Bild zu einer Einheit
  4. Sperren und „beweglich“ machen

Alle Schritte ausführlich erklärt

Schritt 1: Schriften auswählen

Starten Sie die Smart-Software Notebook und öffnen Sie über das Menü „Datei“ ein neues Dokument. In der Befehlszeile oben ist ein fettgedrucktes „A“. Hier können Sie alle Einstellungen für die Schrift vornehmen (Screenshot 1).

Screenshot 1: Die Schrift lässt sich nach Klick auf das fette A (rot eingekreist) einstellen.

Gehen Sie mit der Maus darauf und bestätigen mit einem normalen „Links-Klick“. Es öffnet sich das Fenster, in dem Sie festlegen, welche Schriftart, -farbe und -größe Sie möchten (Screenshot 2). Die Auswahl funktioniert wie bei Textverarbeitungsprogrammen. Ich verwende zum Beispiel bei der Schrift Arial die Schriftgröße 18. Kleinere Zeichen sind schwierig zu lesen. Bei größeren Zeichengrößen passt zu wenig auf eine Seite.

Nun gehen Sie mit der Maus auf die weiße Seite und mit einem Klick bestimmen Sie, wo Sie zu schreiben beginnen. Ein gestrichelt umrandetes Rechteck erscheint – schreiben Sie einfach los. Wenn Sie Ihren Satz beendet haben, können Sie alle Attribute (Größe, Farbe usw.) ändern, indem Sie das Wort markieren (es ist dann blau hinterlegt). In meinem Unterricht markiere ich die neuen Vokabeln immer farbig, so dass gleich deutlich wird, welcher Teil des Satzes neu ist.

Screenshot 2: Schriftart, Schriftgröße und -farbe auswählen.

Um den „Schreibmodus“ zu beenden, drücken Sie die Taste mit dem schwarzen Pfeil (linke Maustaste, 1 Klick). Sichern Sie das bisherige Werk am besten jetzt gleich unter einem aussagekräftigen Namen und speichern Sie erneut nach jedem weiteren Schritt.

Schritt 2: Bild einfügen

Wie in der Einleitung zu dieser Serie bereits erwähnt, ist die Bilderauswahl schon aus rechtlicher Sicht nicht immer ganz einfach. Dennoch lohnt sich der Aufwand, da wir alle wissen: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Die hier verwendeten Bilder habe ich teils selbst mit der Smart-Software erstellt, teils mit bereits in der Software vorhandenen Bildern kombiniert. Dies aus dem Aspekt, dass ich keine Bildrechte verletzen will. Eine andere Möglichkeit bieten Bilder mit den Lizenzen Creative Commons (CC) oder Public Domain, die Sie zum Beispiel über das Bildarchiv pixabay.com herunterladen können.

So fügen Sie also ein Bild ein:

  • Das gespeicherte Bild durch einen Doppelklick öffnen.
  • ein Klick rechte Maustaste, es öffnet sich ein Dialogfeld, hier mit Linksklick „Kopieren“ auswählen.
  • Dann an die entsprechende Stelle im Smart-Dokument gehen. Klick mit der rechten Maustaste und im sich öffnenden Dialogfeld „Einfügen“ auswählen (ein Linksklick).
  • Nun sollte das Bild erscheinen. Es kann an eine beliebige Position auf der Seite verschoben werden.

Schritt 3: Verbinden von Text und Bild zu einer Einheit

Bisher ist das Bild sofort nach dem Öffnen der Seite sichtbar. Ich ziehe es aber vor, den Schülerinnen und Schülern die Vokabeln einzeln zu präsentieren, so dass sie nicht von der Menge der Informationen überfordert sind oder abgelenkt werden.

Fügen sie wie in der Textverarbeitung ein Bild in die leere Seite ein. Um Text und Bild zu kombinieren, platzieren Sie den Cursor neben den beiden Elementen Bild und Text und ziehen ihn bei gedrückter linker Maustaste diagonal über beide Elemente. Nun sind beide Elemente markiert, was man an den blauen Strichlinien erkennen kann (Screenshot 3).

Screenshot 3: Markierte Elemente sind an der blauen Umrandung erkennbar.

Drücken Sie gleichzeitig STRG und G (= „Gruppieren“), so werden beide Elemente zu einem einzigen verbunden (Screenshot 4).

Screenshot 4: Text und Bild sind nun “gruppiert”, ein einziger blauer Kasten umrahmt beide Elemente.

Schritt 4: Sperren und „beweglich“ machen

Was nun noch fehlt, ist, dass Sie dieses Element frei verschieben können, um alle Vokabeln so einfach nach und nach zu präsentieren.

Hierzu markieren Sie das Element wieder, so dass der blaue „Strich-Punkt-Kasten“ sichtbar ist. Oben rechts befindet sich ein kleiner Pfeil. Drücken Sie diesen mit der linken Maustaste einmal, so öffnet sich ein Dialogfeld. Fahren Sie mit dem Cursor nach unten, so kommen sie zum Begriff „Sperren“. Ein weiteres Dialogfenster öffnet sich. Wählen Sie „Verschieben zulassen“ (Screenshot 5). Nun lässt sich das Element frei verschieben.

Screenshot 5: Ein Klick, um beide Elemente gemeinsam zu verschieben.

Praktisch heißt dies, dass ich die gewünschte Seite im Unterricht öffne und nur an den Rändern etwas sichtbar ist (Screenshot 6).

Screenshot 6: Zu Beginn der Übung sind alle Elemente nur ausschnittweise zu sehen.

Nach und nach bespreche ich die Begriffe, lasse einzeln und im Chor nachsprechen, je nach Klasse und Situation.

Solch eine Seite ist noch nicht schüler-interaktiv, höchstens schüleraktiv, indem man Lernende die einzelnen Bilder in die Mitte ziehen und eventuell vorlesen lässt. Nur handelt es sich um neues Vokabular, so dass eine korrekte Aussprache bei Anfängern nicht unbedingt zu erwarten ist.

Wie man eine Vokabeleinführung schülerinteraktiv gestaltet, werde ich in weiteren Beiträgen zu dieser Serie besprechen.

Viel Spaß bis dahin. Und bitte nicht glauben, dass alles auf Anhieb klappt und keine Fehler passieren. Das gehört dazu!

Download: die fertige Übung Giving directions für die Smart-Software Notebook (Zip-Datei, 515 KB)

 


Beitragsbild: Matthias Wunsch

Matthias Wunsch

Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist seit 1998 Realschullehrer für die Fächer Englisch, Technik und Religion. Seit einigen Jahren bereitet er Schülerinnen und Schüler auf den "Preliminary English Test of the University of Cambridge" (CEFR Level B1) vor.

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