Wortschatz anwenden: Eine Million Schüler lernen einander kennen

Videocalls mit Schulklassen im Ausland – ganz ohne lange Suche nach einer Partnerklasse

Fremdsprachen sind ein Tor zur Welt. Aber oft liegt dieses Tor für Fünftklässler in weiter Ferne: Viele kommen erst in höheren Klassen oder nach dem Schulabschluss mit Menschen in Kontakt, mit denen sie authentisch Englisch sprechen können. Und einigen Schülerinnen und Schülern bleibt diese Möglichkeit auf ewig verwehrt. Dabei ist eine Partnerschule oder Partnerklasse zu gewinnen, mit der man sich auf Englisch austauschen kann, einer der besten Wege, Jugendliche fürs Englischlernen zu begeistern, denn endlich gibt es Gleichaltrige, mit denen man auf Englisch kommunizieren kann!

Leider ist es oft schwer, eine Partnerklasse zu finden: Viele englische Schulen haben bereits Partner oder sind gar nicht an einem Austausch interessiert; Englischlernende in Schulklassen in anderen Regionen der Welt sind noch schwieriger zu kontaktieren. Und wenn man einen Partner gefunden hat, dann ist die Koordination eines Videoanrufs manchmal zu kompliziert, weil Zeitzonen und unterschiedliche Stundenpläne die Terminfindung erschweren.

Der Lehrplan der fünften Klasse immerhin ist genau auf Begegnung, sich vorstellen, andere Menschen kennen lernen ausgelegt: Fast alle Vokabeln, die Lernende der Stufe A1 erwerben, sind dazu gedacht, dass sich die Schülerinnen und Schüler selbst beschreiben und ihr Umfeld vorstellen: „How are you?“, „Who are you?“ und „Where are you from?“.

Vermittlungsdienst Empatico bringt Klassen zusammen

Eine sehr einfache, kostenlose Möglichkeit, um in Videoanrufen tatsächlich Gleichaltrige kennen zu lernen, bietet zum Beispiel Empatico an. Hier finden Englischlehrkräfte neun kurze Unterrichtsstunden, die sich perfekt an den Lehrplan der fünften Klassen anschließen lassen. „Get to know you“, „Our Local Landmarks“, „Everyday Energy“, „Folktales to Learn From“, „Festivals Around the World“, „Ways we Play“, „Helping Hands“, „Community Carthographers“ und „Weather out the Window“ bieten sich sehr gut für den regulären Englischunterricht und teilweise auch den bilingualen Geographieunterricht an.

Begegnung beim Videocall (Foto: Monsignor Slade Catholic School)

Die Begegnung sprachlich vorbereiten

Dabei gibt es für jedes Thema Vorschläge und Unterrichtspläne, um die Videobegegnung vorzubereiten, durchzuführen und zu reflektieren. Klassen, die nicht selbst muttersprachlich sind, bauen im Vorfeld gezielt den benötigten Wortschatz auf. Sie üben zum Beispiel miteinander, nach einem Land oder einer Region zu fragen und diese auf einer Karte zu finden. Oder sie tauschen Ideen über einen Ort aus, stellen eine kleine Info über den eigenen Wohnort und die eigene Schule vor und bereiten sich darauf vor, einer anderen Schulklasse Fragen zu stellen. Hierbei kann zusätzlich zur Arbeit mit den Schulbüchern auch das Schülerinteresse die Wortschatzauswahl leiten: „Was würdest du gerne einen Gleichaltrigen in einem anderen Land fragen?“ „Welche Wörter benötigst du dafür?“ und „Wie schlägt man diese Wörter nach, wenn sie nicht in der Schulbuchvokabelliste vorkommen?“ – diese Fragen sind in der fünften Klasse keineswegs zu früh verortet. Auch Phrasen für die Klassenkommunikation („Could you please repeat that?“, „I’m sorry, I didn’t understand“, „Could you say this more simply?“) können an dieser Stelle reetabliert oder eingeführt werden, insbesondere dann, wenn Fremdsprachenlerner auf Muttersprachler treffen sollen.

Dialoge üben für den Videocall (CC O)

In wenigen Schritten zur Videokonferenz

Die Lehrerin oder der Lehrer loggt sich mit einer E-Mail-Adresse bei Empatico ein, wählt die interessanteste Stundenplanung aus und bestimmt eine Uhrzeit, die für die Klasse gut geeignet ist. Falls der Klassenraum keinen Internetanschluss hat, muss vielleicht noch ein Computerraum gebucht oder ein Laptop mit Kamera ausgeliehen werden – und schon kann die Begegnung beginnen. Die Plattform sucht eine Schülergruppe, die gleich alt und zur gleichen Zeit interessiert ist und verbindet die Lernenden.

Beachten sollte man beim Benutzen nur, dass Empatico nicht weiß, dass deutsche Elfjährige meistens nicht mehr in die Grundschule gehen. Wenn die Plattform also fragt, ob man Elementary/Primary School unterrichtet, muss man als Lehrer in Deutschland „Ja“ anklicken, auch wenn man höchstwahrscheinlich in einer anderen Schulform unterrichtet. Wer mutige Grundschullehrende kennt, die schon sehr früh mit dem Englischlernen beginnen, kann auch jüngere Klassen zum Mitmachen motivieren. Im Allgemeinen würde ich bei den durchschnittlichen Zweitsprachlernenden aber die fünfte oder sechste Klasse empfehlen.

Gemeinsam die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung erreichen

Hinter dem Konzept von Empatico steht die Idee, bis 2020 eine Million Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden. Drei Unterrichtsstunden sind auch von #TeachSDGs mitgestaltet. Diese internationale Organisation für Lehrkräfte setzt sich dafür ein, dass alle Lehrenden und Lernenden weltweit die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (auf Englisch: „SDGs“, Sustainable Development Goals“ oder „Global Goals“) kennen. Das soll sie dazu befähigen, zu Nachhaltigkeit und Frieden beizutragen. Die drei besagten Stunden beschäftigen sich mit Wetter und Klimawandel, Energiesparen im Alltag und sozialem Engagement von Kindern. Einer der Gedanken, die hinter diesem umfangreichen Projekt stehen, ist es, gemeinsam Verantwortung für die Welt zu übernehmen und zu sehen, dass Kinder in anderen Ländern ebenfalls an diesen Themen interessiert sind.

Ich habe das mit eigenen Schülerinnen und Schülern oft erlebt: Kaum etwas ist motivierender, um den eigenen Wortschatz kontinuierlich zu erweitern, als Partner in anderen Ländern zu haben. Die Jugendlichen möchten einander vom eigenen Leben erzählen und nach dem ihres Gegenübers fragen. Kaum etwas gibt mehr Hoffnung als zu sehen: Andere setzen sich auch für ein besseres Miteinander ein – in allen Teilen der Welt.

A Fake Phone Call – Fünftklässler mit Stories involvieren

Es gibt eine schöne Besonderheit bei der Arbeit mit Fünftklässlern: Irgendwie befinden sie sich in einem Entwicklungsstadium, in dem sie noch nicht ganz klar erkennen können, wenn ihnen jemand eine ganz offensichtliche Räubergeschichte erzählt, die so gar nicht stimmt. Weiterlesen

Am Smartboard Wort und Bild kombinieren

Teil 1 der Serie “Vokabeln am Smartboard”

Alle Blogbeiträge zur Nutzung von interaktiven Whiteboards finden Sie hier. Zur Einführung zu dieser Serie bitte diesem Link folgen.

Oft reicht es bei Vokabeleinführungen aus, ein Bild oder eine Szene mit der Vokabel zu zeigen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen vorstellen, wie Sie das Smartboard hierfür einfach, schnell und vor allem effektiv einsetzen können – auch ohne große Computerkenntnisse. In nur vier Schritten können Sie eine Vokabeleinführung für die interaktive Tafel gestalten. In dieser Übung geht es um Wortschatz für Wegbeschreibungen. Weiterlesen

Neue Serie: Vokabeln am Smartboard

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Whiteboard-Serie auf wortschatz-blog.de

Alle Blogbeiträge zur Nutzung von interaktiven Whiteboards finden Sie hier.

Bei Diskussionen über das Thema „Einsatz des interaktiven Whiteboards im Unterricht“ hört man regelmäßig das Argument „Das ist alles viel zu zeitaufwändig und kompliziert!“

Ich bin durchaus kein Workaholic, so dass ich Ihnen hier Ideen für das interaktive Whiteboard – in meinem Fall: Smartboard – präsentiere, die a) nicht zu kompliziert sind und b) dann nicht zu zweitaufwändig sind, wenn man sie sinnvoll einsetzt. Weiterlesen

Ein Schulhund als Wortschatztrainer

Wie Hündin Kessie beim Präpositionen-Lernen hilft

Was zunächst merkwürdig klingen mag, ist tatsächlich möglich. Natürlich ersetzt ein Schulhund weder Nachschlageübungen im Lexikon noch ein Vokabelheft. Aber er kann die Wortschatzarbeit ergänzen! Weiterlesen

Ferienzeit = Wortschatzzeit

Wenn wir unterrichtsfreie Zeit haben und uns nicht im stressigen Schulalltag befinden, warum erleben wir unsere Unterrichtssprache nicht auch vor Ort? So nutze ich die Realbegegnung und erweitere oder reaktiviere meinen eigenen Französisch-Wortschatz in entspannter Atmosphäre.

Besonders in den langen Sommerferien kann es sein, dass der eigene fremdsprachliche Wortschatz ein wenig einrostet. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht: Nach Schulbeginn benötigte ich in den vergangenen Jahren mitunter einige Zeit, um mich wieder ans Französischsprechen zu gewöhnen. Ich durchlebte quasi das Gleiche wie meine Schülerinnen und Schüler.

Ich habe dann beschlossen, dass ich auch in den Ferien meinen Wortschatz erweitern und nicht „vergessen“ möchte. Das sollte aber nicht im Fokus der freien Zeit stehen, sondern am besten en passant und in Verknüpfung mit konkreten Situation vonstatten gehen. Es war somit dann beschlossene Sache, dass ich mindestens eine Woche in den Sommerferien in einem frankophonen Land verbringe – in den anderen Ferien habe ich ja schon durch die Korrektur diverse sprachliche Berührungspunkte. Die letzten drei Jahre habe ich in den langen Ferien dann entweder in Südfrankreich oder auf der Antillen-Insel Saint Martin meinen Urlaub verbracht.

Selbstverständlich verfügt man als Lehrkraft über ein breites Spektrum an unterschiedlichen Wortfeldern. Trotzdem gewinne ich im Urlaub oft den Eindruck, dass bestimmte Wörter zwar im Alltag der Muttersprachler häufig fallen, im Unterricht aber eher eine sekundäre Rolle spielen.

Alltagssituationen und ihre Vorteile

Nun möchte ich von zwei Situationen erzählen, in denen ich prägnant meinen aktiven Wortschatz im Urlaub genau um solche Wörter erweitert oder sie reaktiviert habe.

Restaurant-Wortschatz

Auch nach Jahren des Studiums und Lehrens finde ich immer wieder Speisekarten oder auch die Namen der jeweiligen Lokale interessant. Egal, ob es ein schickes Restaurant oder ein einfacher Imbiss ist, Anregungen, um über Wortschatz nachzudenken, findet man einfach überall!

Beim Betrachten einer Speisekarte oder des Restaurantnamens fallen mir stets Begrifflichkeiten auf, deren Bedeutung sich auch mit anderen Ausdrücken aus der gleichen Wortfamilie verbinden lässt. Nehmen wir das Beispiel des Burger-Restaurants L’Atelier Burger, das ich dieses Jahr in Saint-Tropez besucht habe. Der Leitspruch lautet Saveurs & Qualité.

Als ich den dieses Motto gelesen habe, kam mir allerdings direkt der Ausdruck sans saveur, also „geschmacklos“, in den Sinn. Das hatte aber nichts mit dem Imbiss an sich zu tun! Vielmehr ging es um eine Aussage, die ich einige Tage zuvor beim Flanieren durch die kleinen Gassen von Saint-Tropez gehört habe: C’est sans saveur! – “Das ist geschmacklos!”.

An dieser Stelle sei aber betont, dass ich den konkreten Bezug des Ausdruckes nicht lokalisieren konnte.

Schild des Burger-Restaurants Saveurs & Qualité

Sightseeing-Vokabeln

Eine besonders interessante Möglichkeit der Wortschatzerweiterung bzw. -reaktivierung finde ich häufig auf kulturellen Entdeckungstouren.

So war ich in diesem Sommer in Saint-Tropez im Musée de la Gendarmerie et du Cinéma. Darin konnte man Informationstafeln lesen, interaktive Entdeckungstouren durch das ehemalige Gendarmerie-Gebäude machen und sich Filmausschnitte mit Louis de Funès anschauen. All diese digitalen und analogen Medien waren tolle Gelegenheiten, dass ich mich aktiv, aber nicht verkrampft, mit dem spezifischen Wortschatz der Gendarmerie-Historie und des Kinos auseinandersetzte.

Schild im Musée de la Gendarmerie et du Cinéma in St. Tropez

Die berühmten Gendarm-Filme mit Louis de Funès dürfen im Museum in St. Tropez natürlich nicht fehlen

Die berühmten Gendarm-Filme mit Louis de Funès dürfen im Museum in St. Tropez natürlich nicht fehlen.

Auch die Schülerinnen und Schüler profitieren

Natürlich ist die Realbegegnung im Ausland eine Art der Wortschatzerweiterung bzw. -reaktivierung, die vergleichsweise kostspielig ist. Dennoch sollte man den Mehrwert solcher Reisen nicht unterschätzen. Originalmaterial, wie zum Beispiel Fotos und Prospekte, setze ich gerne im Unterricht ein, um einen authentischen Lernkontext zu schaffen. Auf diese Weise ziehe nicht nur ich einen Vorteil aus meinen Urlaubsreisen – auch meine Schülerinnen und Schüler profitieren davon.

 


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Lernen fürs Leben: Verknüpfungen sind alles

Wortschatz und Grammatik verbinden und visualisieren

Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.

Bis heute kann ich den ersten Satz aus Cäsars Bellum Gallicum auswendig und erinnere mich noch genau an die Lateinstunde, in der ich die Zeile aufsagen musste.

Gallien ist im Ganzen in drei Teile geteilt, von denen den einen die Belgier bewohnen, den zweiten die Aquitanier und den dritten die, welche in ihrer eigenen Sprache Kelten, in unserer Gallier heißen.

Gut verknüpftes Wissen wird im Langzeitgedächtnis gespeichert und ist im besten Fall ein Leben lang abrufbar. Genau diese Langzeitspeicherung ist das erklärte Ziel einer jeden Unterrichtsstunde. Die Schülerinnen und Schülern lernen nicht nur für 45 Minuten, sondern fürs Leben.

Doch wie gelingt das? Texte werden nicht nur übersetzt, Vokabeln nicht nur auswendig gelernt. Es geht vielmehr darum, die lateinischen Vokabeln und die Grammatik in verschiedenen Kontexten zu nutzen und so im Gedächtnis zu verankern. Wie eine solche Verknüpfung von Vokabeln und Grammatik mit Hilfe des elektronischen Wörterbuches gelingen kann, werde ich in diesem Blogbeitrag erklären.

Als Beispiel nutze ich hierzu die Lektion 12 aus dem Lehrbuch Prima Nova vom C.C. Buchner Verlag. In dieser Lektion wird der Accusativus cum Infinitivo (kurz „AcI“) eingeführt. Diese Konstruktion kommt im Lateinischen sehr häufig vor und wird als Nebensatz übersetzt, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht als solcher erkennbar ist. Umso entscheidender ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Grammatikregeln und passenden Vokabeln sicher beherrschen.

Der AcI wird durch spezielle Verben ausgelöst. Sie heißen auch „Kopfverben“, da man seinen Geist braucht, um zu glauben, zu wissen, etwas wahrzunehmen, Gefühle zu äußern und sich mitzuteilen. Den AcI nach unpersönlichen Ausdrücken wie zum Beispiel constat (es steht fest) oder iuvat (es macht Freude) nehme ich noch dazu. Um eine Übersicht über die AcI auslösenden Kopfverben zu erstellen, nutze ich im Unterricht eine Mindmap.Im Lektionstext 12 aus dem Lehrbuch Prima Nova geht es um den Helden Horatius Cocles. Mit nur einer Handvoll Männer verteidigte er die strategisch wichtige Brücke Pons Sublicius gegen die Etrusker und beschützte damit Rom vor seinen mächtigen Feinden.

Die Zeilen 18 bis 24 dienen mir als Beispiel:

Horatio confidunt, parent, pontem rescindere instituunt.

Horatium autem hostes gladio petere et cum hostibus pugnare video.

Iam hostes Horatium necavisse puto.

Repente autem Horatium de ponte in aquas Tiberis desilire video.

Et statim pons corruit.

Tusci in ripa remanent. Horatius autem per aquas urbem petit.

Tiberim deum Horatio et comitibus adfuisse constat.

An diesem Abschnitt möchte ich zeigen, welche Schritte im gesamten Lektionstext durchgeführt werden können.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen den Auftrag, im Text nach dem Accusativus cum Infinitivo zu suchen. Die Konstruktion sollte dafür natürlich ausführlich besprochen und geübt worden sein. Ebenso sollte ein einheitliches Verfahren zur Markierung im Text abgesprochen worden sein. Ich habe hier den Akkusativ und den Infinitiv mit einer Klammer verbunden, um deutlich zu machen, welche Wörter zum AcI gehören:

Horatio confidunt, parent, pontem rescindere instituunt.

(Horatium autem hostes gladio petere et cum hostibus pugnare) video.

Iam (hostes Horatium necavisse) puto.

Repente autem (Horatium de ponte in aquas Tiberis desilire) video.

Et statim pons corruit.

Tusci in ripa remanent. Horatius autem per aquas urbem petit.

(Tiberim deum Horatio et comitibus adfuisse) constat.

Wenn sich die Schüler ans Werk machen, ist es wichtig, dass nicht nur der Accusativus cum Infinitivo markiert wird, sondern auch das ihn auslösende Verb oder der unpersönliche Ausdruck. Diese werden dann in die Mindmap übertragen. Als Hilfe sollten – wenn vorhanden – elektronische Wörterbücher bereitgestellt werden. So haben es Schülerinnen und Schüler leichter, die richtigen Formen in die Mindmap zu übertragen. Auf diese Weise erweitern sie nicht nur ihren lateinischen Wortschatz, sondern erstellen gleichzeitig auch eine Übersicht für die AcI auslösenden Verben. Auf dieses Wissen können sie während ihrer gesamten Schulzeit zurückgreifen, denn die Übersicht kann im weiteren Unterricht um die entsprechenden Kopfverben ergänzt werden.Durch die verschiedenen Schritte des Markierens, des Übertragens in die Mindmap und letztendlich auch durch die finale Übersetzung und Bearbeitung des Textes werden die Wörter in verschiedenen Kontexten genutzt und können sich so längerfristig im Gedächtnis verankern.

 


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Podcasts – das unterschätzte Format im Englischunterricht

Eine gute Möglichkeit, mit der Lehrkräfte das Hörverstehen im Unterricht fördern können, sind Podcasts. Davon gibt es viele meist kostenlose und frei zugängliche Fundstücke im Netz. Weiterlesen

Bildergeschichten neu erzählt

Für diese Art des kreativen Schreibens benötigt man Bildergeschichten, die ohne Worte in vier bis acht einzelnen Bildern eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Sehr gute Erfahrungen habe ich hier vor allem mit den Geschichten von Kurt Erich Ohser gemacht, der unter dem Pseudonym E. O. Plauen seine Geschichten zeichnete. Weiterlesen

1, 2, 3, Hitzefrei … oder doch nicht?

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff: Während vielerorts Kinder und Erwachsene die hochsommerlichen Temperaturen in den Feriengebieten genießen, wünscht sich der arbeitende Teil bei 30 Grad plus nur noch „hitzefrei“. Wie heißt das eigentlich in anderen europäischen Ländern und welche Regelungen gibt es dort? Das wollten wir wissen und haben etwas recherchiert.

Die Franzosen sprechen zum Beispiel von „ne pas avoir classe en raison de la canicule“ und die Briten sagen „to have time off because of the weather“. Hier noch ein paar weitere Beispiele:

hitzefrei bekommen/haben
Großbritannien to have time off because of the weather Rumänien a fi scutit de școală din cauza caniculei
Frankreich ne pas avoir classe en raison de la canicule Russland свободный от занятий из-за жары
Italien avere vacanza per il gran caldo Schweden ha skollov på grund av värmen
Kroatien oslobođen obuke zbog vrućine Slowakei imeti prosto zaradi vročine
Niederlande vrij wegens hitte Spanien tener libre de clase por el calor
Polen mieć wolne z powodu upałów Türkei çocukların okulu sıcaktan tatil olması

Genauso unterschiedlich wie die Schreibweise ist auch der Umgang mit Hitzefrei in Europa.

  • Die französische Regierung rät der Bevölkerung, keine anstrengende Arbeit auszuführen, sich regelmäßig nach Angehörigen zu erkundigen und den Körper frisch zu halten.
  • In Ungarn spricht man ab 27 Grad Außentemperatur von der höchsten Warnstufe. Die Medien sind dazu angehalten, die Bevölkerung vor der Hitze zu warnen.
  • In Zypern andererseits gilt eine Hitzewelle erst ab 40 Grad Außentemperatur. Die Arbeit draußen wird dann eingestellt.
  • In Deutschland wird ein Ventilator ab 30 Grad Raumtemperatur empfohlen, wobei die Temperatur die 26-Grad-Grenze nicht überschreiten sollte. Wenn möglich empfiehlt es sich, die Arbeitszeiten anzupassen und die frühen Morgenstunden oder den Abend zu nutzen.
  • Die Italiener können sich bei zu starker Hitze weigern, am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Trotz der Unterschiede finden sich aber auch Ähnlichkeiten im Umgang mit der Hitze. Alle Arbeitgeber sind dazu angehalten, den Arbeitnehmern ausreichend Getränke zur Verfügung zu stellen. Außerdem gilt besondere Vorsicht bei Alten, Kranken, Schwangeren und Kindern. Sie sind besonders gefährdet bei der Hitze.

In unserer Redaktion in Hamburg wissen wir uns auch zu helfen: mit kühlen Tüchern, Ventilatoren, viel Obst und eiskalten Getränken. Aber wenn es noch Tage so weiter gehen sollte, denken wir definitiv über „hitzefrei“ nach.


Beitragsbild: Fotolia #200919047 | Urheber: John Smith