Podcasts – das unterschätzte Format im Englischunterricht

Eine gute Möglichkeit, mit der Lehrkräfte das Hörverstehen im Unterricht fördern können, sind Podcasts. Davon gibt es viele meist kostenlose und frei zugängliche Fundstücke im Netz. Weiterlesen

Bildergeschichten neu erzählt

Für diese Art des kreativen Schreibens benötigt man Bildergeschichten, die ohne Worte in vier bis acht einzelnen Bildern eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Sehr gute Erfahrungen habe ich hier vor allem mit den Geschichten von Kurt Erich Ohser gemacht, der unter dem Pseudonym E.O. Plauen seine Geschichten zeichnete. Weiterlesen

1,2,3 Hitzefrei…oder doch nicht?

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff: Während vielerorts die Menschen und Schüler die hochsommerlichen Temperaturen in den Feriengebieten genießen, wünscht sich der arbeitende Teil bei 30 Grad plus nur noch „Hitzefrei“. Wie heißt das eigentlich in anderen europäischen Ländern und welche Regelungen gibt es dort, haben wir uns gefragt und etwas recherchiert.

Die Franzosen sprechen von „ne pas avoir classe en raison de la canicule“ und die Briten sagen „to have time off because of the weather“. Hier noch ein paar weitere Beispiele:

hitzefrei bekommen/haben
Großbritannien to have time off because of the weather Rumänien a fi scutit de școală din cauza caniculei
Frankreich ne pas avoir classe en raison de la canicule Russland свободный от занятий из-за жары
Italien avere vacanza per il gran caldo Schweden ha skollov på grund av värmen
Kroatien oslobođen obuke zbog vrućine Slowakei imeti prosto zaradi vročine
Niederlande vrij wegens hitte Spanien tener libre de clase por el calor
Polen mieć wolne z powodu upałów Türkei çocukların okulu sıcaktan tatil olması

Genauso unterschiedlich wie die Schreibweise, ist auch der Umgang mit Hitzefrei in Europa.

Die französische Regierung rät der Bevölkerung, keine anstrengende Arbeit auszuführen, sich regelmäßig nach Angehörigen zu erkundigen und den Körper frisch zu halten.

In Ungarn spricht man ab 27 Grad Außentemperatur von der höchsten Warnstufe. Die Medien sind dazu angehalten, die Bevölkerung vor der Hitze zu warnen. In Zypern hingegen gilt eine Hitzewelle erst ab 40 Grad Außentemperatur. Die Arbeit draußen wird dann eingestellt.

In Deutschland wird ein Ventilator ab 30 Grad Raumtemperatur empfohlen, wobei die Temperatur die 26 Grad Grenze nicht überschreiten sollte. Wenn es möglich ist, empfiehlt es sich, die Arbeitszeiten anzupassen und die frühen Morgenstunden oder den Abend zu nutzen. Die Italiener hingegen können sich bei zu starker Hitze weigern, am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Trotz der Unterschiede finden sich Ähnlichkeiten im Umgang mit der Hitze. Alle Arbeitgeber sind dazu angehalten, den Arbeitnehmern ausreichend Getränke zur Verfügung zu stellen. Außerdem gilt besondere Vorsicht bei Alten, Kranken, Schwangeren und Kindern. Sie sind besonders empfindlich bei der Hitze.

In unserer Redaktion in Hamburg wissen wir uns auch zu helfen: Mit kühlen Tüchern, Ventilatoren, viel Obst und eiskalten Getränken. Aber wenn es noch Tage so weiter gehen sollte, denken wir definitiv über „Hitzefrei“ nach.


„Beitragsbild: Fotolia #200919047 | Urheber: John Smith

Die Fußballweltmeisterschaft – auch in der Schule ein Thema

Die Fußballweltmeisterschaft zieht alle in ihren Bann. Auch vor den Klassenzimmertüren macht sie nicht Halt.

Schon Wochen vor dem eigentlichen Beginn konnte man sich der Fußballweltmeisterschaft nicht mehr entziehen. Die Werbemaschinerien laufen schon lange auf Hochtouren, von Fußballbildchen zum Tauschen, Trikots, Bällen, Duschgels bis hin zu kleinen Bonbons mit Aufdrucken der Spieler ist alles erhältlich, was das Fan-Herz einer ganzen Nation höher schlagen lässt. Warum sollten wir dieses sportliche Großereignis also nicht auch für den Unterricht nutzen? Die Schülerinnen und Schüler thematisieren es sowieso, und Lernanlässe bietet die WM reichlich. Weiterlesen

Lernvideos im Lateinunterricht

Anbieter, Inhalte und Einsatzmöglichkeiten im Überblick

Viele unserer Schülerinnen und Schüler sitzen nachmittags an ihren Hausaufgaben und verzweifeln regelmäßig. So denkt der Sechstklässler David: „Herr Maier hat mir das mit dem AcI zwar heute erklärt, aber ich weiß einfach nicht mehr, wie das genau funktioniert …“ Was macht David jetzt? Er könnte das Lateinheft frustriert in die Ecke donnern oder die Klassenbeste Julia anrufen. Julias Lateinkenntnisse hat er aber schon gestern in Anspruch genommen, deshalb kommt das nicht in Frage. Das Heft in die Ecke donnern auch nicht, da demnächst eine Klassenarbeit zum AcI ansteht und David dabei gut abschneiden will. Also doch die alte Grammatik rausholen und das Kapitel zum AcI noch einmal durchlesen. Danach ist David genauso schlau wie zuvor. „Die Sprache in der Grammatik ist so gar nicht meine Sprache“, denkt er. Was jetzt? Also doch das Heft in die Ecke pfeffern …?

Der Fall ist ziemlich konstruiert, das ist mir klar, aber dennoch nicht komplett unrealistisch. Für einen Schüler wie David wäre ein Lernvideo zum AcI vielleicht genau das richtige. Weiterlesen

Latein: Gruppenarbeit mit dem elektronischen Wörterbuch

In der Übersetzungsphase sinnvoll unterstützen

Gruppenarbeit genießt zurecht einen hohen Stellenwert in der Didaktik. Sie fördert die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, die dabei nämlich ihren Lernprozess in Gemeinschaft mit anderen Lernenden selbst gestalten (vgl. „Gruppenunterricht“ S. 139 in: Peterßen – Kleines Methoden-Lexikon, München: Oldenbourg Verlag, 1999.). Wenn ich jedoch an meine eigene Schulzeit zurückdenke, sehe ich meinen Lateinlehrer vor mir, wie er in die Klasse marschiert, sein Buch aufklappt und einen Schüler zum Übersetzen auffordert – und das in jeder Stunde. Er hat es sich leicht gemacht, denn Einzel- oder Partnerarbeitsphasen lassen sich schnell und ohne großen Arbeitsaufwand umsetzen. Weiterlesen

„Emotionale“ Wortschatzarbeit

oder wie man Gefühle in (englische) Worte fassen kann

Ein gemeinsamer Beitrag der Wortschatz-Blog-Autorinnen Eva Bongert, Mirja Bolwin und Nina Fahrtmann

In nahezu jeder Schulform kommt irgendwann dieser Moment, wo wir unsere Gefühle ausdrücken müssen, oder die Gefühle von Figuren aus Literatur und Film beschreiben und analysieren sollen. Warum ist Romeo so verzweifelt? Julia so verliebt? Oder ihr Vater so wütend? Gleich zu Beginn ist dabei ein umfangreicher Wortschatz zur Beschreibung emotionaler Erregungszustände erforderlich.

Schülerinnen und Schüler drücken heutzutage ihre Gefühle allerdings viel lieber über Emojis aus als über das gesprochene oder geschriebene Wort, WhatsApp sei Dank. Klar, auf diese Weile bleiben emotionale Äußerungen bis zu einem gewissen Grade unverbindlich und lassen Platz für Interpretationen. Gefühle klar benennen? Das ist nicht unbedingt gefragt.

Schluss damit! Als Einstieg in die Wortschatzarbeit kann man sich eben die Affinität zu Emojis zunutze machen, zum Beispiel mit einem Emoji-Memory.

Emoji-Memory: So geht’s

Die Spielregeln von Memory kennt jeder von uns aus der eigenen Kindheit: Kartenpaare werden im Quadrat verdeckt auf einen Tisch gelegt. Eine Person dreht zwei Karten um. Passen sie zueinander, behält sie sie und zieht erneut. Passen sie nicht, werden sie wieder verdeckt hingelegt und jemand anders ist am Zug. Es gilt, sich die Karten erfolgloser Aufdeckaktionen zu merken und so möglichst viele Paare zu finden. Wer am Ende des Spiels die meisten Karten hat, gewinnt.

Bei einem regulären Memory handelt es sich bei den Kartenpaaren um zwei identische Karten. Bei der Erweiterung des Wortschatzes zeigt eine Karte ein Bild, auf der anderen steht die dazu passende Vokabel. Wir haben für unser Beispiel 15 der inflationär verwendeten, meist gelben, Gesichter ausgewählt und eine jeweils dazu passende Emotion. Um den Schwierigkeitsgrad variieren zu können, gibt es zwei Versionen: In der einfacheren befindet sich die englische Vokabel auf der zweiten Karte, in der schwierigeren Version nur die Lautschrift des jeweiligen Wortes. So trainiert das Spiel die Erweiterung des Wortschatzes und die Fähigkeit, Lautschrift zu lesen. Arbeitet die Klasse – so wie unsere – mit elektronischen Wörterbüchern, üben die Schülerinnen und Schüler außerdem, die Stichwortsuche, die Rechtschreibfunktion sowie die Wildcard des elektronischen Wörterbuches zu nutzen.

Spiele wie Memory sind nach unserer Erfahrung sehr motivierend, weil die Schülerinnen und Schüler den Wettstreit als Herausforderung begreifen.

Memory in die Wortschatzarbeit einbetten

Memory eignet sich generell für den Einstieg in jedes neue Wortfeld. Das Wortfeld ist zu dem Zeitpunkt allerdings weder vollständig noch verankert. Es bedarf also weiterer Arbeit und Anwendung.

Eine mögliche weitere Vorgehensweise bei der Wortschatzarbeit könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

  1. Memory-Spiel mit anschließender Suche und Übersetzung der Vokabeln. (Karten und Regeln unter dem Artikel zum Download)
  2. Erweiterung der Liste emotionaler Vokabeln aus eigenen Erfahrungen und unter Zuhilfenahme des – wenn möglich elektronischen – Wörterbuches bei gleichzeitiger Sortierung nach positiven und negativen Emotionen. (Erwartungshorizont im Anhang)
  3. Erstellung von Mindmaps zu vier häufig auftretenden Emotionen nach einem vorgegebenen Muster. (Aufgabenblatt unter dem Beitrag zum Download)
  4. Anwendung der erlernten Vokabeln durch Analyse eines Kapitels, Dialogs, einer Filmsequenz o.ä. des aktuellen Unterrichtsthemas – wir führen den neuen Wortschatz ja nicht grundlos ein.

Die Möglichkeiten der weiteren Vorgehensweise sind zahllos und dies nur ein Beispiel. Je nach Wortschatz und Thema können die Lernenden diskutieren, schreiben oder dichten. Es darf auch gesungen oder dargestellt werden, seien Sie kreativ! Wichtig ist nur, dass die neuen Vokabeln sofort und mehrfach zum Einsatz kommen, denn nur so stehen sie auch langfristig zur Verfügung.

Vielleicht ist dies dem Einen oder der Anderen eine kleine Hilfe oder Anregung.

Und jetzt: erhalten Sie sich Ihr inneres Kind und spielen Sie los!

Arbeitsblätter zum Download:

Aufgabenblatt und Erwartungshorizont

Memory Rules

Emoji_memory_normal

Emoji_memory_Lautschrift


Beitragsbild: fotolia #193218178 | Urheber: VectorsByFima

Im Team Vokabeln üben: Jeopardy

In meinen Klassen besteht teilweise das Problem, dass neben den nicht wiederholten Vokabeln auch das Sozialverhalten ein Manko darstellt. Beides zu schulen gelingt mir mit Jeopardy – in Anlehnung an die bekannte Quizsendung. Weiterlesen

Schönschrift als Aufgabe

Wer am Schriftbild arbeitet, verbessert auch die Rechtschreibung

In meiner Klasse lernen: ein Autist, zwei lernbehinderte Kinder, ein Legastheniker, leserechtschreibschwache Kinder sowie jede Menge normalbegabte Hauptschülerinnen und -schüler. Und fast alle haben das gleiche Problem: Ihre Schrift ist grauenhaft und ihre Kenntnis der richtigen Orthographie englischer Wörter ebenso. Weiterlesen

Wortschatz unterrichten mit Youtube

Eine Unterrichtseinheit am interaktiven Whiteboard zum Thema „Kleidung“

Sieht man sich an, was die Lernpsychologie über das Erlernen und Abspeichern von Informationen zu sagen hat, so stößt man auf einige Tatsachen, die erfolgreiches Lernen unterstützen.

Nur einige, für die nachfolgende Unterrichtseinheit relevante, seien hier genannt: Weiterlesen