Back to school

Back to business: neues Schuljahr, neue Schülerinnen und Schüler, neues Glück

Die Sommerferien in Schleswig-Holstein sind vorüber und das neue Schuljahr 2021/2022 hat begonnen. Ich gebe zu, das vorangegangene Pandemie-Schuljahr hatte ziemliche Spuren hinterlassen. Ich bin jedoch ein positiv eingestellter Mensch und schaue lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit. Außerdem versuche ich, in allem etwas Positives zu finden, anstatt das Negative dauernd wieder an den Pranger zu stellen. Somit kann ich dem vergangenen Schuljahr auch positive Aspekte abgewinnen (digitaler Unterricht ist möglich, kann zielführend und besser für bestimmte Schülerinnen und Schüler sein), die ich mit in das neue Schuljahr übernehmen werde. Andere Aspekte, wie die Leistungsstandbestimmung bei Schülerinnen und Schülern von anderen Schulen, sind nochmal deutlicher in den Fokus gerückt.

Schlag auf Schlag mit den neuen Schülerinnen und Schülern

Jeder neue 11. Jahrgang an meiner Schule besteht aus einem Potpourri aus Schülerinnen und Schülern von den unterschiedlichsten Schulen. Somit stehe ich vor der Herausforderung, den Leistungsstand zu bestimmen. Das vergangene Schuljahr hat aber gezeigt, dass die Schulen ganz unterschiedlich mit der Unterrichtsversorgung/dem digitalen Unterricht umgegangen sind. Deshalb werde ich zu Beginn noch genauer herausfinden müssen, wie ausgeprägt die unterschiedlichen Kompetenzen meiner neuen Schülerinnen und Schüler in Englisch sind.

Es geht mir aber nicht nur um die Bestimmung des Leistungsstandes, sondern auch um die Einführung des Unterrichtes, der digital abgebildet wird. Und es geht mir um die Vorbereitung auf eine mögliche erneute Homeschooling-Phase. Ich möchte, dass meine Schülerinnen und Schüler genau wissen, wie unser Unterricht dann ablaufen wird, und dass sie auch dann einen Lernerfolg erzielen werden. Es geht also gleich Schlag auf Schlag los im neuen Schuljahr.

1. Schlag: die Leistungsstandbestimmung – the old school way

Mit dem ersten Kennenlernen und Vorstellen – natürlich in der Fremdsprache – bekomme ich gleich einen ersten Eindruck der Aussprache der Schülerinnen und Schüler. Danach werde ich sie mit einem selbstkonzipierten Grammatiktest konfrontieren (ihr könnt ihn unter dem Artikel herunterladen). Selbstverständlich stelle ich von vorneherein klar, dass der Test nicht bewertet wird, sondern lediglich der Orientierung dient. Es handelt sich um ca. 40 Sätze, die die Schülerinnen und Schüler auf mögliche Fehler überprüfen und bei Bedarf korrigieren sollen. Dabei kommt ein Mix der unterschiedlichsten grammatikalischen Regeln vor. Natürlich sind auch nicht alle Sätze falsch.

Somit bekomme ich einen Einblick, ob und wo mögliche Defizite liegen. Dann kann ich in den kommenden Monaten gezielt diese Defizite aufarbeiten, um sie gut auf das 12. Schuljahr vorzubereiten.

Mein Englisch-Grammatiktest für meine neue Klasse (Download unter dem Artikel)

Mein Englisch-Grammatiktest für meine neue Klasse (Download unter dem Artikel)

2. Schlag: das elektronische Wörterbuch

Die Einführung der Arbeit mit dem EX-word mache ich immer mit einer eigens von CASIO angefertigten Präsentation über die Funktionen des Gerätes. Außerdem gibt es von CASIO auch ein richtig gutes Begleitheft mit Übungsaufgaben, die ich bei Bedarf gerne einsetze, um die Handhabung zu festigen. Bei diesen Übungen geht es vor allem um die Wortschatzerweiterung mithilfe des EX-word. Die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes in Englisch, Kollokationen, idiomatische Redewendungen etc. können mit dem EX-word und dem Begleitheft geübt werden. Ich führe die EX-word-Geräte ein, bevor ich den Grammatiktest vergleiche, und lasse die Schülerinnen und Schüler den Test dann noch einmal durchgehen. Ihre Korrekturen unter Verwendung des elektronischen Wörterbuches lasse ich sie in einer anderen Farbe notieren. Damit kann ich auf einen Blick sehen, an welchen Stellen die Verwendung zu einem anderen Ergebnis geführt hat.

3. Schlag: der digital abgebildete Unterricht

Die Präsentation zu den Funktionen des EX-word stelle ich auch bei unserem Schulportal (Moodle) in dem jeweiligen Klassenkurs ein. Damit bin ich dann auch schon in der digitalen Abbildung des Unterrichtes. In den Klassenkursen finden die Schülerinnen und Schüler nicht nur organisatorische Unterlagen, sondern auch das Material jeder einzelnen Stunde, sowie Aufgaben, Abgabemöglichkeiten und Abgabekontrollen durch mich. Ich werde dieses Portal konsequent im neuen Schuljahr weiter nutzen – egal ob Präsenzunterricht oder Homeschooling.

Im vergangenen Schuljahr habe ich es genauso gehandhabt und dafür am Ende des Schuljahres von mehreren Schülerinnen und Schülern ein sehr positives Feedback erhalten. Sie waren einstimmig der Meinung, dass so die Umstellung auf Homeschooling im Dezember nicht mehr so extrem für sie war und sie genau wussten, wie es ablaufen wird.

Fazit: die gleiche Herausforderung mit größerem Fokus

Ich bin mir bewusst, dass das für einige Schülerinnen und Schüler gerade zu Beginn viele Neuerungen sein werden. Gleichwohl hat die Vergangenheit mir gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler sehr gut mit und in der digitalen Welt zurechtkommen. Sie lernen die Handhabung der EX-word Geräte unglaublich schnell und arbeiten sehr gerne damit. Einige werden Moodle schon kennen und die anderen werden sich schnell zurechtfinden, da bin ich sicher. Den aktuellen Leistungsstand zu erfassen war in der Vergangenheit und wird in der Zukunft sehr wichtig sein, damit an Defiziten in Klasse 11 gearbeitet werden kann. In diesem Jahr muss die Zeit genutzt werden, um in der Qualifizierungsphase (Klasse 12 und 13) keine Probleme zu haben. Die Digitalisierung unseres Unterrichtes wird, unabhängig davon, wo Schule stattfindet, eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen. Hierzu gehören meiner Meinung nach auch die digitalen Wörterbücher.

Wie geht Ihr das neue Schuljahr mit neuen Schülerinnen und Schülern an? Über einen Austausch würde ich mich riesig freuen.

Download meines Grammatiktests: als Word-Dokument | als PDF

 


Beitragsbild: Innviertlerin | Pixabay

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Da würden ein paar Stunden mit spielerischer Vokabelarbeit zu Weihnachts- und Ferienthemen, die die Schüler*innen individuell bearbeiten, schon weiterhelfen. Für diese Momente habe ich immer ein Themenblatt in der Tasche, das gut funktioniert, egal wie weit die Schüler*innen gerade sind. Weiterlesen

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Eigentlich wollte ich einen Blogbeitrag zu einem ganz anderen Thema schreiben. Aber dann wurde ich unerwartet mit diesem Thema kurz vor den Herbstferien in einer 11. Klasse berufliches Gymnasium konfrontiert 😊!

Ex-word als Nachteilsausgleich

Nachteilsausgleiche – am häufigsten bei Lese-Rechtschreib-Schwäche – sind bei uns an der Schule gerade ein brandheißes Thema. Die Schule ist verpflichtet, auf die Schülerinnen und Schüler zuzugehen und herauszufinden, ob ihnen ein Nachteilsausgleich zusteht. Dann muss dieser schriftlich festgehalten werden und allen Fachlehrkräften vorgelegt und von ihnen unterschrieben werden. Nachteilsausgleiche können – wie wir alle wissen – sehr vielfältig sein, von „mehr Zeit“ über „auf einem Laptop schreiben“ bis hin zu „Pausen machen dürfen in den Klausuren/Prüfungen“.

In der besagten 11. Klasse habe ich eine Schülerin mit einer Sehbehinderung von ca. 50%. Dies fällt im normalen Unterricht kaum auf. Eine normale Brille ist für mich noch kein Indiz für so eine starke Beeinträchtigung. Sie liest nur immer extrem dicht am Text – das machen aber andere Schülerinnen und Schüler aus Faulheit auch ab und zu.

Das Mädchen kam also kurz vor den Herbstferien – und kurz vor der ersten Klassenarbeit mit ihrem Nachteilsausgleichsschreiben zu mir. Darin stand, dass ich ihr die Arbeiten vergrößert zur Verfügung stellen muss und sie ein elektronisches Wörterbuch – Modell Ex-word EW-G7000E – benutzen darf. Zudem hat sie auch noch 15 Minuten pro 90 Minuten mehr Zeit, da sie länger fürs Lesen braucht.

Ich muss gestehen, ich habe in dem Moment den Nachteilsausgleich schon gefeiert – später mehr dazu, warum!

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Latein: Gruppenarbeit mit dem elektronischen Wörterbuch

In der Übersetzungsphase sinnvoll unterstützen

Gruppenarbeit genießt zurecht einen hohen Stellenwert in der Didaktik. Sie fördert die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, die dabei nämlich ihren Lernprozess in Gemeinschaft mit anderen Lernenden selbst gestalten (vgl. „Gruppenunterricht“ S. 139 in: Peterßen – Kleines Methoden-Lexikon, München: Oldenbourg Verlag, 1999.). Wenn ich jedoch an meine eigene Schulzeit zurückdenke, sehe ich meinen Lateinlehrer vor mir, wie er in die Klasse marschiert, sein Buch aufklappt und einen Schüler zum Übersetzen auffordert – und das in jeder Stunde. Er hat es sich leicht gemacht, denn Einzel- oder Partnerarbeitsphasen lassen sich schnell und ohne großen Arbeitsaufwand umsetzen. Weiterlesen

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Sind Nachschlagewerke in Zeiten digitaler Medien noch zeitgemäß?

oder: wie man die Kernkompetenz „Nachschlagen“ schult

Ich bin eine Verfechterin des Wörterbuchs, egal, ob in den Fremdsprachen oder auch im Deutschen. Jedes Jahr, wenn ich mit meinen Schülerinnen und Schülern den richtigen Umgang mit dem Wörterbuch übe, kommt sehr schnell die Frage auf, ob das denn überhaupt noch zeitgemäß sei – schließlich habe man doch ein Smartphone und könne da alles zu jeder Zeit nachschauen. Weiterlesen