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Wörter ohne Gegenstück

Bei vielen Wörtern muss man erst die Idee dahinter verstehen

Jede Sprache hat ihre eigene Poesie. Auf Deutsch zum Beispiel lassen sich mit Komposita sehr fantasievolle Wörter gestalten. In der ersten Fassung von Goethes Gedicht „Prometheus“ etwa findet sich der abenteuerliche Begriff „Knabenmorgenblütenträume“. Später kam das Wort Goethe selbst doch zu verwegen vor, in weiteren Fassungen heißt es nur noch „Blütenträume“. Trotzdem zeigt das Beispiel: Das Baukastenprinzip der deutschen Sprache lädt zum wilden Komponieren ein.

Viele zusammengesetzte Hauptwörter entwickeln ihre eigene Bedeutung und lassen sich deshalb auch nur mit Mühe in andere Sprachen übersetzen. Eine Auswahl hat etwa der Blog „The Book of Life“ zusammengestellt, die Liste umfasst zum Beispiel die Wörter „Verschlimmbesserung“, „Kopfkino“ und „Fernweh“. Weiterlesen

Wortschatz braucht Weltwissen

Fehlübersetzungen zeigen, wie komplex Wortschatz ist

Die Welt ist ein Dorf. Ständig sind irgendwo Menschen außerhalb ihres muttersprachlichen Gebiets unterwegs. Damit sie sich zurecht finden, bieten zum Beispiel serviceorientierte Unternehmen und die Behörden von Touristen-Hotspots Unterstützung in Form von mehrsprachigen Hinweisschildern oder Speisekarten an. Weil allerdings Profi-Übersetzungen kostspielig sind, müssen oft kostenlose Internetübersetzer und Wörterbücher reichen. Die Ergebnisse sind mitunter ziemlich witzig. Außerdem zeigen sie, wie viel Kontext und Weltwissen nötig ist, um die große Zahl mehrdeutiger Wörter richtig zu verstehen. Weiterlesen