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Bekleidungswortschatz und Adjektive digital lernen – einfach realisiert

Wie schafft man es, Vokabelübungen mit Grammatik und digitalem Lernen zu verknüpfen? Vor dieser Herausforderung stehen Lehrerinnen und Lehrer seit nunmehr zwölf Monaten und alle versuchen ihr Bestes. Hier möchte ich heute ein Beispiel aus meinem Englischunterricht beschreiben, dass relativ einfach zu realisieren ist. Hauptthemen der Unterrichtseinheit waren die Steigerung von Adjektiven und die Wiederholung von Vokabular zum Thema „Kleidung“.

Schritt 1: Grammatikeinführung mit Videos

Für die Grammatikeinführung und Übungen habe ich Lehrvideos (z.B. von Sofatutor – derzeit kostenfrei für Lehrkräfte, Links zu Videos und Übungsaufgaben können verschickt werden) und diversen Übungen aus Schulbuch und weiterem online verfügbarem Unterrichtsmaterial (z.B. diesem hier) genutzt.

Schritt 2: Vokabeln wiederholen

Die Vokabeln habe ich mithilfe des Lehrwerks und Onlineressourcen wiederholt. Hier habe ich passendes Material von liveworksheets.com eingesetzt. Auf der Website finden sich nicht nur schriftliche Übungen, sondern auch Hörverstehensaufgaben, die selbstständig überprüft werden können.

Schritt 3: Kleidung fotografieren

Ich habe drei meiner Kleidungsstücke fotografiert und folgendes als Beispiel gegeben:

Example

I love hoodies. Here are three of my hoodies. They are all blue. I very much love the colour blue.

The hoodie on the right is a few months OLD.

The hoodie on the left is OLDER. Two years old, I think.

The hoodie in the middle is THE OLDEST one. My wife gave it to me as a birthday present some years ago. So it is special to me.

Drei blaue Hoodies

Meine drei blauen Hoodies dienten als Beispiel für diese Aufgabe.

Dann folgte die erste Aufgabe: Adjektive steigern.

Folgende Adjektive gab ich den Schülerinnen und Schülern, um sie erst einmal zu steigern:

wide (weit), tight (eng), long, short, comfortable, nice, colourful (bunt), beautiful, boring, expensive, cheap, warm, well-fitting (better-fitting, the best-fitting = von der Größe her passend. Auch wenn dies ein Adverb ist, so passt es doch zur Aufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler sollten die Steigerungen nun zunächst schreiben. Dann wurden sie auf Richtigkeit überprüft: Wer das Ergebnis bei mir eingereicht hatte, bekam dafür ein Blatt mit den Lösungen.

Nun sollten die Kinder sich selbst auf die Suche nach Kleidungsstücken machen, die sie miteinander vergleichen könnten. Hierin besteht der Anknüpfungspunkt an Schülerinteressen: Ich darf etwas von mir bzw. meinem Kleiderschrank und somit von meinem Leben erzählen. Viele meiner Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe mit großer Ernsthaftigkeit und Interesse bearbeitet. Ich weiß nun, welches Kleid zu welchem Geburtstag welcher Lieblingstante getragen wurde. Einige schrieben tatsächlich kleine „Romane“, da sie intrinsisch motiviert waren – zugegeben: natürlich nicht alle.

Die Aufgabe dazu:

TASK

Take five different pieces of clothes and five different adjectives and compare them.

For example:

jeans – tight, shoes – comfortable, T-shirts – colourful, jumpers – warm, jackets – expensive

    1. Take pictures (three pairs of jeans, three pullovers, …)
    2. Write your text.
    3. Practice reading it.

Hier ist ein Ansatzpunkt zum digitalen Lernen. An unserer Schule werden die Kinder ab Klasse 5 an PCs ausgebildet. Dazu gehört auch das Einfügen von Bildern in Texte. Diese Fähigkeit sollten sie nun hier einbringen und umsetzen. Der Vorteil für mich ist dabei, dass Textdateien, bei denen Bilder klein eingefügt werden, insgesamt weniger Volumen haben (bei Verkleinerung) als einzelne Bilder, so dass der Upload oder das Zusenden als E-Mail-Anhang weniger problematisch ist.

Schritt 4: Audioaufnahmen eigener Texte

Auf jedem Smartphone gibt es ein Diktiergerät oder man kann sich kostenfreie Apps wie z.B. „mp3recorder“ herunterladen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten nun die Aufgabe, ihre Texte einzusprechen, aufzunehmen und mir die Audiodatei zuzusenden.

Auch hier ist wieder die Verknüpfung digitaler Fähigkeiten mit Sprachlernen interessant. Aktiv umgesetzte Grammatik wird nun in möglichst natürlichen Sprachoutput umgewandelt. Dabei üben sie lautes Sprechen und können sich danach auch hören. Um den Lernenden einen Anreiz zu bieten, habe ich natürlich auch meinen Text aufgenommen und zur Verfügung gestellt. Frei nach „demonstration is better than explanation“.

Alle Schülerinnen und Schüler mussten mir Texte mit Bildern UND die Audiodateien zusenden. Insgesamt waren die Ergebnisse sehr ansprechend und die Rückmeldungen waren sehr positiv. Sicher gibt es für diese Kombination aus Digitalem und Sprachlernen noch viele weitere Möglichkeiten der Anwendung.

Viel Freude beim Ausprobieren!

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