Beiträge

Wie Lehrkräfte den eigenen Wortschatz im Fluss halten

Wir sprechen immer viel über den Wortschatzerwerb bei unseren Schülern, aber was ist eigentlich mit uns? Müssen wir Lehrer, wenn wir das Studium und Referendariat hinter uns haben, eigentlich nie mehr an unserem Wortschatz arbeiten?

Wohl kaum! Auch wir müssen ständig unseren Wortschatz verwenden, festigen und erweitern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich mein Englisch nach einer längeren Pause (z.B. die Sommerferien) wie eingerostet anfühlt. Habe ich viel und längere Zeit in Schulformen mit sehr niedrigem Niveau unterrichtet, brauche ich einen Moment um wieder auf Gymnasialniveau zu unterrichten. Ich glaube allerdings, das ist ganz normal. Weiterlesen

Kinderleicht neue Wörter lernen

Muttersprache vs. Fremdsprache: So kommt Wortschatz ins Hirn

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich Kleinkinder an ersten Wörtern probieren und aus ihnen laufend neue Begriffe herauspurzeln. Akzentfrei, zutreffend, scheinbar mühelos. In Wirklichkeit geschieht das natürlich weder „über Nacht“ noch „ganz von allein“. Monatelanger intensiver Input, unzählige Interaktionen, Geschichten, Rituale sind nötig, bis Kinder schließlich selbst Sprache produzieren. Trotzdem: Wäre es nicht zu schön, wenn man auch jenseits der Kindheit noch Sprachen auf diese Weise lernen könnte? Weiterlesen

Konkordanzen: Forschungsmaterial für Sprachdetektive

So lassen sich Textkorpora – gewaltige Sprachsammlungen – im Fremdsprachenunterricht nutzen

Medienberichte, literarische Texte, verschriftliches gesprochenes Material – Textkorpora sind riesige Sprachsammlungen. In ihnen können Linguisten sprachlichen Phänomenen aller Art nachforschen, aber auch für Lehrkräfte halten die digital durchsuchbaren Textsammlungen einiges bereit.

Weiterlesen

Wie viel Wortschatz brauchen wir?

Und: warum Mut zur Lücke wichtiger ist als ganz viel Vokabular

Ich erinnere mich noch gut an die Sommerferien nach meinem ersten Jahr Englischunterricht. Voller Vorfreude legte ich mir Sätze zurecht, die mir bei der Begegnung mit anderen Kindern helfen sollten. Mich faszinierte der Gedanke, dass sich durch die neuen Sprachkenntnisse eine Tür geöffnet hatte und ich plötzlich mit ein paar Milliarden Menschen auf der Welt kommunizieren konnte und nicht nur mit einer – weltweit gesehen – Handvoll Deutscher, Österreicher und Schweizer. Allerdings machte mich die Aussicht auf echte Kommunikation mit wirklich richtig anderssprachigen Kindern auch ein bisschen bange. Die Frage, auf die ich keine Antwort wusste: Was mache ich, wenn Weiterlesen